Mobbing erkennen und angehen

Die Stadtbibliothek Norden weist auf ihren Bestand an Büchern hin, mit denen Kinder und Jugendliche Mobbing erkennen und angehen können.

Es ist ein Thema, über das nicht gerne gesprochen wird und über das die betroffenen Personen nicht gerne sprechen. Doch wenn man es nicht erkennt oder nicht reagiert, kann es schwere Folgen mit sich ziehen – Mobbing!

Von Mobbing wird gesprochen, wenn eine Person, ein Kind, ein Schüler oder eine Schülerin über einen längeren Zeitraum – über Wochen oder Monaten – immer wieder von seinen Mitmenschen schikaniert und getriezt wird. Es können gemeine Dinge gesagt werden, persönliches Eigentum weggenommen oder so getan werden, als würde die Person überhaupt nicht existieren – um einige Beispiele zu nennen. Passieren kann es jedem, in der Schule oder am Arbeitsplatz.

Das Lesen über schwierige Themen, wo Gleichaltrigen Gleiches widerfährt, kann helfen damit umzugehen, dafür sorgen, dass solche Fälle erst überhaupt nicht auftreten oder schneller erkannt werden. Es kann der betroffenen Person Mut verleihen, darüber zu sprechen, sei es mit den Eltern, mit Freunden oder vielleicht mit der Lieblingstante/-onkel, und gemeinsam kann eine Lösung gefunden werden.

(Foto: FotoRieth, pixabay.com, CC0)

Buchempfehlungen zum Thema

Die Stadtbibliothek Norden hat genau solche Bücher in ihrem Bestand, wo in einer Kinder- und Jugendgeschichte beschrieben wird, wie Mobbing entstehen kann, was es mit einem macht und wie man sich helfen kann. Alle Bücher behandeln das Thema Mobbing auf ihre ganz eigene Weise.

In „Conni, Billi und die Mädchenbande“ von Dagmar Hoßfeld bemerkt Conni, wie ihre Freundin Billi von deren Mitschülerin Tanja tyrannisiert wird. Beide wissen nicht so recht, was sie dagegen tun können, aber zum Glück gibt es Freundinnen wie Anna und Dina (ab 9 Jahren).

In dem Buch „Happy, der Hund im Handy“ von Thomas Feibel werden gleich mehrere Themen eingebracht. Finja wünscht sich schon lange einen Hund, ist begeistert, als ein Freund ihr seine neueste App zeigt. Mit der kann man einen Hund namens Happy aufziehen, streicheln und füttern – man braucht nur genug Knochis zum Bezahlen. Auch ihre Freunde laden sich die App herunter und immer mehr bestimmt Happy ihr Leben und die Kinder werden ihn nicht mehr los. Ein Buch über Manipulation, ausspioniert werden, Cybermobbing und Sucht (ab 8 Jahren).

In „Oben ohne“ von Jutta Nymphius geht es um die 13-jährige Amelie. Sie hadert mit ihrer Figur und versteckt ihren Körper am liebsten unter weiten Hemden. Ihren besten Freund Nicki findet sie seit einiger Zeit einfach nur kindisch. Als wäre das nicht genug, streiten sich ihre Eltern ständig. Dann kommt Kira neu in die Klasse und mit ihr bekommt Amelie mehr Selbstvertrauen. Kira schafft es sogar, dass Amelies Schwarm Elias mit ihr zu Chatten anfängt. Kurzer Hand möchte er ein Bild von ihr haben – oben ohne! Amelie grübelt, doch mithilfe von Photoshop und ein paar Klicks erscheint schon bald eine Amelie mit makellosem Körper am Traumstrand (ab 13 Jahren). Ein Roman, der vor Augen führt, wie schwer dieses Gefühlschaos sein kann und Jugendlichen Mut macht, für sich selbst einzustehen.

„Ich blogg dich weg!“ von Agnes Hammer thematisiert vor allem das Cybermobbing. Julie ist beliebt, schön und kann wundervoll singen. Zusammen mit ihrer Band will sie beim Schulfest auftreten. Doch plötzlich bekommt Julie gemeine E-Mails, Beschimpfungen und Drohungen. Zudem taucht ein ausgedachtes Facebook-Profil auf, das Julie als arrogante Zicke darstellt. Schnell spricht sich das rum, ihre Klassenkameraden und wildfremde Internetnutzer lästern über sie ab. Julie verzweifelt und beginnt herauszufinden, wer ihr das antut. In diesem Buch wird deutlich, wie Mobbing das Selbstwertgefühl des Opfers untergräbt und auch, wie schwer es ist, sich wirkungsvoll zu wehren (ab 13 Jahren).

 

Auch Eltern sind gefragt

Stadtbibliothek Norden (Foto: ts / cc-by-sa)

Die Stadtbibliothek Norden (Foto: ts / cc-by-sa)

Doch auch die Eltern sollten achtsam sein und reagieren, wenn Anzeichen von Mobbing bei ihrem Kind zu erkennen sind. In der Sachbuchabteilung finden sich Ratgeber zum Thema Gewalt und Mobbing an Schulen. In „Tatort Schulhof“ von Petra Reichling, einer Polizistin, werden Themen wie Diebstähle, Mobbing und Gewalt an Schulen thematisiert und mit Fallbeispielen geschildert. In dem Buch „Tatort Schule“ von Martin Kohn wird Eltern gezeigt, wie sie auf Mobbing, Erpressung und Körperverletzung an der Schule ihres Kindes reagieren sollten und wie sie ihr Kind davor schützen können. Zudem wird in einem Sonderkapitel über Mobbing und Gewalt im Internet gesprochen.

Alle Bücher können in der Stadtbibliothek Norden vorbestellt und ausgeliehen werden. Sie erreichen uns telefonisch unter 04931 923-353 und per E-Mail. Die Medien können zu den Öffnungszeiten abgeholt werden.

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