Teedose oder Werkzeugkasten?

Das Ostfriesische Teemuseum stellt während der Corona-bedingten Schließung Objekte wie die originelle Meßmer-Teedose aus seinen Sammlungen vor.

Das Ostfriesische Teemuseum stellt während der Corona-bedingten Schließung Objekte wie die originelle Meßmer-Teedose aus seinen Sammlungen vor. (Foto: Ostfriesisches Teemuseum Norden)

Die Teedose ist ein Objekt, welches in keinem ostfriesischen Haushalt fehlt. Ihre Motive sind vielfältig, ihre Formen zum Teil erstaunlich, ihr Material verschieden. Zur Herstellung dienen unterschiedliche Werkstoffe wie Porzellan, Glas, Messing oder Holz. Besonders kostbar sind Teedosen aus Silber, die in früheren Zeiten auch auf den gesellschaftlichen Status der Besitzer verwiesen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden sie zumeist aus Weißblech hergestellt. Bedruckt werden die Dosen mit den unterschiedlichsten Motiven und die Vielfalt scheint keine Grenzen zu kennen – häufig bieten sich fünf farbige Seiten zur Präsentation des Inhalts an. Als Werbeträger sind sie dementsprechend bestens geeignet. Die Form der Dosen ist mannigfaltig: eckig, rund oder oval. Es gibt große Dosen oder Kisten für Tee-Geschäfte und die Gastronomie. Kleinere Dosen kann der Endverbraucher erwerben und für die Teetester gibt es kleine Musterdosen. In erster Linie dienen sie zur Aufbewahrung des losen Tees oder von Teebeuteln, sie schützen den Tee vor Feuchtigkeit und erhalten das Aroma. Nicht selten werden die Teedosen aber auch zu Sammelobjekten oder dienen zur Dekoration.

 

Form eines Werkzeugkastens

Die hier gezeigte Teedose der Firma Meßmer ist in der Form eines Werkzeugkastens gefertigt. (Foto: Ostfriesisches Teemuseum Norden)

Die hier gezeigte Teedose der Firma Meßmer ist in der Form eines Werkzeugkastens gefertigt. Die Farbe Rot, die unter anderem für Energie und Wärme steht, passt zu ihrem Leitspruch: „Obenauf mit Meßmer-Tee“. Die Dose aus den 1950er Jahren zeigt verschiedene Motive. Auf der einen Seite sind die Silhouette einer orientalisch anmutenden Stadt sowie ein auf einem fliegenden Teppich sitzender Mann mit einer Tasse Tee abgebildet. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man eine europäisch anmutende Stadt. Über ihr balanciert ein Herr im Anzug mit Hut auf einem Seil. Beide also „obenauf“ schwebend in luftiger Höhe. Auf den beiden kurzen Seiten der Dose sind die unterschiedlich anmutenden Welten miteinander verbunden. Hier laufen Schiffe in die Häfen ein, was für eine Handelsverbindung von Orient und Okzident steht. Der Betrachter kann die Verbindung zwischen dem Produzenten und dem Konsumenten des Tees herstellen. Die Werbebotschaft ist klar: Tee ist international, wird überall getrunken, macht gute Laune – mit Tee befindet man sich „obenauf“.

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