Was ist eine Dochtschere?

Das Ostfriesische Teemuseum Norden stellt auch in diesem Corona-Winter einige seiner Sammlungsstücke online vor, zum Beispiel eine sogenannte Dochtschere.

Das Ostfriesische Teemuseum Norden stellt auch in diesem Corona-Winter einige seiner Sammlungsstücke online vor, zum Beispiel eine sogenannte Dochtschere.

Da Licht in der Weihnachtszeit eine besondere Rolle spielt und vor allem der Schein der Kerzen zu einer festlichen und gemütlichen Atmosphäre in dieser Zeit beiträgt, stellen wir hier dieses wichtige Utensil aus vergangenen Jahrhunderten vor. Die sogenannte Dochtschere ist eine Schere mit besonderer Formung zum Kürzen eines brennenden Kerzendochtes. Sie unterscheidet sich von gängigen Haushaltsscheren durch ein breiteres Schneideblatt, das häufig sogar mit einem kleinen Kästchen versehen ist, in welches der Docht fallen kann.

Heute sind diese Scheren seltene Relikte geworden, die nur noch in den wenigsten Haushalten zu finden sind. Bei den heute aus Paraffin oder Stearin hergestellten Kerzen ist es meist nicht mehr notwendig den Docht zu kürzen. Er ist heute zudem so gewebt, dass sich sein Ende kräuselt und langsam in der Flamme verbrennt.

Früher, als Kerzen aus tierischen Fetten hergestellt wurden und der Docht beim Verbrennen des Wachses immer länger wurde, musste dieser jedoch regelmäßig gekürzt werden. In großen Räumen, in denen häufig viele Kerzen brannten, erforderte dies konstante Arbeit. An Fürstenhöfen gab es spezielle Diener und im Theater die sogenannten „Komödien-Lichtputzer“ zum Kürzen der Dochte. Und auch in Kirchen war das „Lichtputzen“ gängige Praxis.

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