„Nörder ICE Kunst“

Kunstwerke aus Eisblöcken: Zum Jahresausklang findet am 29. Dezember das Eisschnitzerfestival in der Norder Innenstadt statt.

Eisskulptur in Russland (Foto: stafichukanatoly, pixabay.com, CC0)

Eisskulpturen sind vergängliche Kunstwerke: Sie werden von Künstlern auf der Basis von Vorlage-Skizzen oder auch Freihand aus vorgegebenen Eisblöcken mit Hilfe von Sägen, Hämmern, Feilen und Macheten geschlagen und geschnitzt oder durch warmes Wasser teilweise geschmolzen. Auch das Anbringen von weiteren Eisstücken und deren „Festfrieren“ ist möglich. Spätestens im Frühling, oft aber schon nach wenigen Tagen bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt ist von den Kunstwerken nichts außer einer Pfütze übrig.

Der Ursprung dieses Kunsthandwerks dürfte im frühen 18. Jahrhundert lägen, als in Russland Paläste aus Eisblöcken errichtet wurden, ähnlich wie die Iglus der Eskimos. Im Jahr 1950 wurde diese Tradition wiederbelebt, als japanische Studenten im Winterort Sapporo sechs riesige Skulpturen aus Eis und Schnee „schnitzten“. Damit begründeten sie das Sapporo-Schneefestival, das seitdem jährlich stattfindet und inzwischen weltweit Nachahmer gefunden hat.

 

Eisskulpturen in Norden

Auch in Norden gibt es zum zweiten Mal ein Eisschnitzerfestival. Sechs Künstler/-innen schaffen aus einfachen Eisblöcken in nur fünf Stunden kleine Kunstwerke. Nicht nur optisch ein Highlight, sondern auch erlebenswert: Mit Kettensägen und Meißeln entstehen aus unscheinbaren Blöcken die vergänglichen Skulpturen auf der Osterstraße, dem Neuen Weg, am und im Norder Tor.

Gemeinsam mit dem Ludgeri Weihnachtsmarkt, der Stadtwerke Norden EIS.arena und einem verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt von 12:00 Uhr bis 17.00 Uhr bietet das NICE am 29.12.2019 den perfekten Jahresausklang.

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Redaktion NOR-A

Hier schreibt die Redaktion von NOR-A, bestehend aus Arne Fiebig (af), Georg Frost (gf), Timo Schneider (ts) und Lisa de Vries (lv).

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