Tag des offenen Denkmals 2019

Am 8. September öffnen rund 8.000 Denkmale Interessierten ihre Türen, darunter auch jede Menge im Altkreis Norden.

Am 8. September ist es soweit: Tausende Denkmale öffnen deutschlandweit ihre Türen und laden ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken. Die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz (DSD), die den Aktionstag bundesweit koordiniert, veröffentlicht jetzt das Programm online unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Rund 8.000 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten sind Teil von Deutschlands größter Kulturveranstaltung – davon allein rund 600 in Niedersachsen. Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Vielerorts stehen revolutionäre Ideen oder der technische Fortschritt, die ein Denkmal ausmachen, im Fokus. Denn was heute als alt erscheint, war nicht immer alt: „Viele Denkmale, die uns heute selbstverständlich erscheinen, waren zu ihrer Entstehungszeit modern und revolutionär. Ihre Spuren möchten wir gemeinsam am Tag des offenen Denkmals entdecken“, freut sich Herr Dr. Skudelny, Vorstand der Stiftung.

 

Denkmale im Altkreis

Einstiges Kapitänshaus in Dornum (Foto: © Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Siebert)

Im aktuellen Programm zum Tag des offenen Denkmals lassen sich Denkmale nach Regionen, Gattungen oder auch nach barrierefreien Zugängen suchen und filtern. Für alle, die unterwegs lieber zum Smartphone greifen, empfiehlt sich die kostenlose App. Ab Ende August ist die App für iOS- und Android-Nutzer verfügbar.

Am 8. September kann man im Altkreis Norden diese Denkmale besuchen:

  • Wiechers-Huus, das Kapitänshaus von 1690 am ehemaligen Hafen von Westeraccumersiel
  • Wasserschloss Dornum, das 1698-1707 erbaute Barockschloss
  • Schlosspark Lütetsburg, die Gartenanlage, die zwischen 1790-1810 unter Freiherrn Eduard Mauritz zu Inn- und Knyphausen angelegt wurde
  • Historischer Lokschuppen Norden, ehemaliges Bahnbetriebswerk der Deutschen Bundesbahn im um 1900 errichteten Backsteinbau
  • Altes Rathaus Norden, 1539 im Stil der Renaissance auf einem erhaltenen Kellergewölbe aus dem 13. Jh. wiederaufgebaut.
  • Mennonitenkirche Norden, zweigeschossiger Backsteinbau von 1662 mit seitlichen Anbauten von 1796 und 1835 sowie frisch renoviertem Kirchenraum
  • Gulfhof Georgs in Uttum, um 1868 errichteter Gulfhof mit aufwendiger Architektur und zahlreichen Zierelementen

Alle offenen Denkmale lassen sich auch über diese Karte auffinden.

 

Was ist der Tag des offenen Denkmals?

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Mit diesem Tag schafft die private Denkmalschutzstiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Im Jahr 2006 wurde der Tag des offenen Denkmals als „Ausgezeichneter Ort“ der Kampagne „Deutschland – Land der Ideen“ prämiert.

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Redaktion NOR-A

Hier schreibt die Redaktion von NOR-A, bestehend aus Arne Fiebig (af), Georg Frost (gf), Timo Schneider (ts) und Lisa de Vries (lv).

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