„Giftköder“-Funde in Upleward

Nach dem Fund mutmaßlicher „Giftköder“ in Upleward sowie in anderen Teilen des Landkreises Aurich gibt die Polizei vorsichtige Entwarnung.

Aurich/Wittmund (ots) – Am Sonntag, den 10. Februar 2019, sind bei der Polizeidienststelle in Pewsum Funde von präparierten „Wurstködern“ in Upleward gemeldet worden. Die Wurstköder, die offenbar mit Nägeln präpariert waren, wurden nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht vom 9. auf den 10. Februar vornehmlich auf Privatgrundstücken von Hundehaltern und an beliebten Gassigeher-Wegen ausgelegt. Insgesamt acht solcher Funde wurden der Polizei gemeldet.

Am 23./24. Februar 2019 hat es an der Landesstraße in Upleward einen weiteren Fund eines präparierten Wurstköders gegeben. Weitere Hinweise auf mutmaßliche „Giftköder“-Funde haben sich bisher nicht bestätigt.

 

Irreführende Bezeichnung

Die Bezeichnung „Giftköder“ ist im Zusammenhang mit den der Polizei gemeldeten Fällen irreführend, da es sich bei den gemeldeten Funden in Upleward offenbar um mit Nägeln präparierte Wurstköder handelte.

Rattengift (Foto: Pestfreenl, Francois Van Iersel, pixabay.com, CC0)

Bei vier Hinweisen aus Ihlow sowie einem Hinweis aus Extum, die der Polizei vorliegen, handelte es sich möglicherweise um einen unsachgemäßen Gebrauch von Rattengift. Die Umgebung der gemeldeten Fundorte lässt darauf schließen, dass dort Rattengift mit Zielrichtung Ratten ausgelegt wurde. Die Polizei weist darauf hin, dass beim Gebrauch von Rattengift strenge Vorschriften einzuhalten sind. Ein unsachgemäßer Gebrauch von Rattengift kann bei Tieren, die damit in Kontakt kommen, zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen.

Der Polizei liegen aktuell keine gesicherten Erkenntnisse vor, dass es sich bei den Verdachtsfällen im Landkreis Aurich um vorsätzlich ausgelegte „Giftköder“ gehandelt haben könnte.

 

Vorbeugung

Hundehalter sollten bei Spaziergängen darauf achten, dass ihre Hunde angeleint sind. Wenn Hunde eine auffällige Substanz aufgenommen haben, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Hundehalter werden gebeten, Funde von auffälligen Substanzen oder präparierten Wurstködern bei der Polizei zu melden.

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